Wing Tzun Kung Fu ist eine traditionelle chinesische Kampfkunst. Der Überlieferung nach wurde Wing Tzun Kung Fu vor ca. 300 Jahren an einem Shaolin Kloster von der buddhistischen Nonne Ng Mui entwickelt. Ng Mui war zuvor bereits Meisterin der 5 großen Shaolin Kung Fu Tier Stile: Drache – Schlange – Tiger – Leopard – Kranich.
Ihre erste Schülerin hieß Yim Wing Tzun. Nach ihr wurde Wing Tzun Kung Fu später benannt .Wing Tzun ist nicht als Kampfsport zu bezeichnen. Das liegt besonders daran, dass es nicht auf Wettkampfebene stattfindet, sondern der reinen Selbstverteidigung dient. Grundprinzip des Wing Tzun ist es sich die Kraft des Gegners zunutze zu machen, indem man die Kraft eines Angriffs vom eigenen Körper wegleitet, anstatt zu blocken. Damit ist Wing Tzun eine effektive Form der Selbstverteidigung. Da es im Training lediglich um das Erlernen von Techniken und nicht um körperliche Abhärtung geht, kommt es kaum zu Verletzungen. Eine besondere Charakteristik des Wing Tzun ist generell das Denken in Prinzipien, die der Orientierung dienen sollen und es allgemeingültig machen, sodass sowohl im Training als auch im Ernstfall klar ist, was zu tun ist.
Im Wing Tzun sind die Bewegungen meist kurz und direkt, also gerade. Es wird mit keiner starren Muskelkraft, sondern mehr mit der Elastizität und den Reflexen des eigenen Bewegungsapparates gearbeitet. Das geschieht durch Kombination aus Gewichtsverlagerung (Schritttechnik) und schnellen, spontanen Streckbewegungen.
Heute gibt es Tausende von Mitgliedern weltweit (in mehr als 56 Ländern), die dieses Kampfkunstsystem lernen, das durch Leung Ting, Yip Man’s letzten Meister-Schüler (Closed-Door-Student) weiterentwickelt wurde.
Im Wing Tzun gibt es 6 Formen. Die Formen sind festgelegte Abfolgen von Techniken, die jeder Schüler alleine ausführt. Sie dienen dazu dem Schüler die Grundtechniken des Wing Tzun zu vermitteln.