Die thailändische Geschichte ist vom Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit geprägt, worauf sich die Entwicklung eines effektiven Kampfsystems wie dem Thaiboxen begründet. Auch wenn Thaiboxen in der modernen Kriegsführung keine große Rolle mehr spielt, so kann ihm dennoch die Bedeutung in der Entwicklungsgeschichte Thailands nicht abgesprochen werden. Thaiboxen wurde über Jahrhunderte hinweg entwickelt und gehört heutzutage zu den wirkungsvollsten Formen der Selbstverteidigung. Wohl auch deshalb ist Thaiboxen Bestandteil des Trainings bei Polizei- und Militäreinheiten. Als populärster Volkssport in Thailand füllt Thaiboxen ganze Stadien und hat den gleichen Stellenwert wie etwa Fußball in vielen westlichen Ländern. Viele Kampfsportbegeisterte pilgern jährlich zur thailändischen Insel Koh Samui, wo man in Trainingscamps von thailändischen Kämpfern den Feinschliff erhält. Thaiboxen stellt hohe Anforderungen an Technik, Schnellkraft und Kondition. Die Kämpfer trainieren diese Schwerpunkte zumeist beim Sparring, Seilspringen oder am Boxsack. Auch wenn im Amateurbereich mit Schutzausrüstung gekämpft wird, sollten nur Kämpfer mit Kampfpraxis und guter Fitness Wettkämpfe bestreiten.